Die Bedeutung von Bio

Umweltschutz, hohe Produktqualität und Einhaltung sozialer Standards

Bio bezeichnet bei Lebensmitteln oder z. B. auch bei Bekleidung ein ganzheitliches Konzept, das folgende drei Komponenten umfasst:

  • Umweltschutz: schonende, nachhaltige Gewinnung des Rohstoffs sowie schonende Verarbeitung und Vertrieb
  • Hohe Produktqualität: naturbelassen und möglichst schadstofffrei
  • Einhaltung sozialer Standards: z.B. Ausbildungsquote, Mindestlöhne

Die Bio-Mineralwasser-Richtlinie definiert diese Aspekte detailliert in 48 Kriterien mit Hunderten von Einzelprüfungen, die ein Mineralwasser bzw. Brunnenbetrieb erfüllen muss – zum Wohle der Verbraucher und der Umwelt.

Bio-Mineralwasser

Das ist Bio-Mineralwasser

Die höchste Auszeichnung für Wasser-Lebensmittel-Qualität

Bio-Mineralwasser ist eine besondere Kennzeichnung für höchste Wasser-Lebensmittel-Qualität. Dadurch erkennen Verbraucher auf einen Blick, dass ihr Mineralwasser rein und von bestmöglicher Qualität ist sowie die Umwelt schützt.

Ähnlich, wie ein Apfel erst durch besonders nachhaltigen Anbau zum Bio-Apfel wird, ist es auch bei Mineralwasser. Die Abfüller von Bio-Mineralwasser müssen „Bio-Wasserbauern“ werden: Sie nutzen eine Wasserquelle, um Menschen mit Bio-Mineralwasser zu versorgen, und übernehmen gleichzeitig die Verantwortung dafür, dass diese Quelle auch für kommende Generationen noch nutzbar ist. Dazu fördern die Bio-Wasserbauern die ökologische Landwirtschaft, schützen die Umwelt und reduzieren Treibhausgasemissionen.

Bio-Mineralwasser stammt aus besonders reinen Quellen, die die strengen Bio-Mineralwasser-Kriterien unter anderem zur chemischen und mikrobiologischen Sicherheit und Naturbelassenheit erfüllen.

Bio-Mineralwasser besitzt nicht nur höchste Qualität, sondern ist auch trinkbarer Umweltschutz:

Im Fokus stehen neben dem Reinheitsgebot für Mineralwasser:

  • die schonende, nachhaltige Gewinnung des Wassers
  • dessen umweltfreundliche Verpackung und Vertrieb
  • der Schutz unserer Wasserressourcen vor Verunreinigungen

Noch haben wir einige Grundwasservorkommen der höchsten Qualitätsstufe. Diese müssen wir schützen. Nur mit einer Bewusstseinsbildung in der gesamten Gesellschaft und flächendeckendem Ökolandbau können wir unser wichtigstes Lebensmittel erhalten und erneuern, um auch nachfolgenden Generationen ein gesundes Leben zu ermöglichen.

Das Bio-Mineralwasser-Siegel garantiert

  • allerbeste Mineralwasser-Qualität, die regelmäßig von einer unabhängigen Zertifizierungsstelle überprüft wird, und
  • umweltfreundliche, nachhaltige Bewirtschaftung sowie weitreichendes Engagement des Mineralbrunnens für den Wasserschutz.

Höchste Wasserqualität braucht eine besondere Kennzeichnung: das Bio-Mineralwasser-Siegel. Damit erkennen Verbraucher auf einen Blick, dass ihr Wasser rein, von bestmöglicher Qualität und umweltfreundlich hergestellt ist. Damit sie dies auch überprüfen können, werden die Berichte der regelmäßigen Kontrollen veröffentlicht.

ANALYSEWERTE

Natürliches Mineralwasser ohne Kohlensäure aus der Marienquelle in Bissingen. Analyseauszug in mg/l der amtlich anerkannten Mineralwasseranalyse des Instituts AGROLAB Agrar und Umwelt GmbH, Kiel vom 09.01.2019.
Geeignet für eine natriumarme Ernährung, sowie zur Zubereitung von Säuglingsnahrung.

Mineralwasseranalyse – Angaben auf dem Flaschenetikett

BestandteileMenge in mg/l
Natrium (Na+)4,08
Kalium (K+)2,38
Calcium (Ca2+) 93,5
Magnesium (Mg2+)24,5
Chlorid (Cl-)6,5
Sulfat (SO42-)13,3
Hydrogencarbonat (HCO3-)408,8
Fluorid (F-) 0,22
Nitrat (NO3-)< 0,2

Weitere relevante Analysewerte

BestandteileMenge in mg/l
Ammonium (NH4+)< 0,020
Strontium0,374
Mangan (Mn) < 0,0020
Eisen (Fe) < 0,0030
Nitrit (NO2-)< 0,0050
Kieselsäure (H2SiO3) 11,0
Abdampfrückstand (180°C)338,0
Arsen (As)< 0,001
Uran (U-238)0,07 µg/l
Summe gelöster Mineralstoffe564,0

Der Mineralwasser
Vergleich

Vergleichen Sie ganz einfach die Zusammensetzung
der einzelnen Wässer miteinander

rieser URWASSER
Calcium
Magnesium
Hydrogencarbonat
Kalium
Natrium
Chlorid
Sulfat
Gesamtmineralisierung

Kennzeichnung

Daran können Sie Bio-Mineralwasser erkennen

Das Qualitätssiegel Bio-Mineralwasser erhalten nur zertifizierte Mineralbrunnen, die das Prüfverfahren bestanden haben.

Das Zeichen wird für 1 Jahr verliehen und muss dann erneuert werden.

Zwischen den jährlichen Auditierungen müssen die detaillierten Untersuchungs- und Prüfvorschriften aus den Richtlinien für Bio-Mineralwasser eingehalten werden. Unangemeldete Kontrollen sind jederzeit möglich.

  • Alle Ergebnisse der Biokriterienprüfung müssen auf der Website des Unternehmens veröffentlicht werden
  • Angabe der sechs wichtigsten Mineralstoffe, des Fluorid- und Nitratgehalts auf dem Etikett
  • Angabe des Kohlensäuregehalts auf dem Etikett
  • Angabe des Kontrollinstituts und der aktuellen Kontrollanalyse auf dem Etikett
  • Verbraucheranfragen werden transparent beantwortet
rieserURWASSER Flasche Splash

Zertifikate

Zertifikat und Zertifizierungsbericht Bio-Mineralwasser

ZERTIFIKAT

BCS Audit-Inspektionsbericht
für die Bio-Mineralwasser-Zertifizierung

Die Kiwa BCS Öko-Garantie GmbH ist eine Kontrollstelle für Qualitätsprüfungen und Zertifizierungen, welche die Einhaltung der Kriterien, die von der Qualitätsgemeinschaft für Biomineralwasser e.V. festgelegt worden sind, prüft.
Der Prüfbericht für unser zertifiziertes Bio-Mineralwasser steht hier für Sie zum Download bereit.

INSPEKTIONSBERICHT DOWNLOAD

F.A.Q.

Die häufigsten Fragen zu Bio-Mineralwasser

1. Bio heisst Verantwortung

Bio ist strenger und fordert aktives Engagement

Damit das Mineralwasser ein Bio-Siegel tragen darf, muss es 48 Kriterien erfüllen. Die Richtwerte sind deutlich strenger, als sie für Trinkwasser oder natürliches Mineralwasser gelten. Damit wird sichergestellt, dass Bio-Mineralwasser von höherer Qualität ist als herkömmliches Mineralwasser.  Die strengen Kriterien betreffen die Naturbelassenheit des Wassers, die Produktsicherheit, die transparente Deklaration und auch die Nachhaltigkeit. Wer Bio-Mineralwasser abfüllt, muss zum Beispiel die ökologische Landwirtschaft fördern.

Bio ist mehr als nur natürlich

Eine Marmelade aus 100 % Früchten ist zwar ein natürliches Produkt, aber deswegen noch lange keine Bio-Marmelade. Beim Mineralwasser ist es genauso: Ein natürliches Mineralwasser entstammt der Natur inklusive aller enthaltener Rückstände. Bio ist es damit noch lange nicht. Denn Bio bedeutet grundsätzlich:

  • Umweltschutz (schonende, nachhaltige Gewinnung des Rohstoffs, Verarbeitung und Vertrieb)
  • hohe Produktqualität (schadstoffarm) und
  • die Einhaltung sozialer Standards

Die Bezeichnung Bio-Mineralwasser ist erlaubt, weil es reiner und umweltfreundlicher ist

Was wie Mineralwasser noch nicht in der EU-Bio-Gesetzgebung enthalten ist, darf zwar das EU-Biosiegel nicht tragen. Der Bundesgerichtshof hat aber 2012 geurteilt, dass für diese Produkte die Bezeichnung Bio trotzdem erlaubt ist, wenn sie sich in puncto Schadstofffreiheit und umweltfreundlicher Herstellung von den konventionellen Produkten deutlich abheben. Dass das bei Bio-Mineralwasser nach den Kriterien der Qualitätsgemeinschaft Biomineralwasser e.V. der Fall ist, hatte das Oberlandesgericht Nürnberg-Fürth bereits bestätigt.

Wasserschutz geht jeden an

Gutes Wasser ist kein Luxus, sondern wichtig für uns alle. Als Abfüller von Bio-Mineralwasser helfen wir aktiv mit, Wasser zu schützen und gute Quellen zu erhalten. Wir tun heute schon etwas, um auch die Wasserqualität von morgen sicherzustellen.

2. Wasser ist das wichtigste Lebensmittel

Bio-Mineralwasser wird strenger kontrolliert als gesetzlich vorgeschrieben

Mineralwasser benötigt zwar eine amtliche Anerkennung und wird dazu umfassend kontrolliert. Aber nach der amtlichen Anerkennung liegt der Kontrollumfang im Belieben des Abfüllers – der Staat kontrolliert nur im Rahmen der allgemeinen Lebensmittelkontrolle. Um diese Lücke zu schließen, gelten für Bio-Mineralwasser sehr engmaschige Kontrollvorgaben.

Bio-Mineralwasser ist aus gutem Grund strenger

Es gibt zwar die Mineral- und Tafelwasserverordnung, in der Reinheit gefordert wird. Was das eigentlich genau bedeutet, ist juristisch sehr umstritten.

Bio-Mineralwasser geht deshalb einen sehr strengen Weg. Hier wird durch zahlreiche und strenge Grenzwerte die Gefahr von Rückständen stark minimiert. Gleichzeitig wird von den Brunnenbetreibern Engagement verlangt: Als Bio-Wasserbauern fördern sie zum Beispiel die ökologische Landwirtschaft, um Böden und Wasser aktiv zu schützen.

Bio-Mineralwasser enthält Mineralien aber weniger Schadstoffe

Bio-Lebensmittel enthalten nicht zwingend mehr Vitamine und Mineralien o. ä., aber prinzipiell weniger Schadstoffe.

Leitungswasser ist kein naturbelassenes Produkt und oft weniger rein

Leitungswasser ist zwar billiger als Mineralwasser und enthält manchmal auch Mineralstoffe. Aber da es meistens aus oberflächennahen Quellen gewonnen wird, enthält es oft auch viele Substanzen, die eigentlich nichts darin verloren haben. Manche Stoffe werden im Wasserwerk aus dem Grundwasser herausgefiltert oder durch chemische (Chlor, Ozon) und physikalische Methoden (UV-Bestrahlung) entfernt, anderen ist nicht beizukommen. Das Ergebnis ist ein Wasser, das nicht mehr naturbelassen ist.

Abfüller von Bio-Mineralwasser fördern aktiv den wasser- und klimaschonenden Ökolandbau in ihrer Region.

Beim Ökolandbau werden den Böden zum Beispiel die notwendigen Nährstoffe nur auf natürliche Weise zugeführt, außerdem binden Öko-Landwirte durch aktiven Humus-Aufbau klimaschädliches CO2 und erhöhen durch schonende Bewirtschaftung die Wasserspeicherfähigkeit des Bodens. Die Abfüller von Bio-Mineralwasser gehen ebenfalls schonend mit ihren Quellen um, stellen deren Regenerationsfähigkeit sicher und fördern stets weniger Wasser, als aus der Natur nachfließt. Und sie bauen anspruchsvolle Umweltmanagementsysteme auf, um den eigenen CO2‑Ausstoß, Material- und Wasserverbrauch kontinuierlich zu senken und den „Fußabdruck“ des Mineralbrunnens nachweislich zu verbessern

3. Bio-Mineralwasser im Marketing

Bio-Siegel müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllen

Private Zertifikate für Bio-Lebensmittel gibt es schon lange, denn manchmal dauert es, bis ein Lebensmittel in die Öko-Verordnung der EU aufgenommen wird und damit auch das offizielle EU-Bio-Siegel tragen darf: Bio-Wein wurde z. B. nach über 25 Jahren privater Zertifikate (z. B. „ecovin“) erst 2011 in die EG-Öko-Verordnung aufgenommen. Einen Biosiegel-Wildwuchs und auch „Schmalspur“-Bio-Mineralwasser darf es – auch im Interesse der Verbraucher – trotzdem nicht geben: Der ökologische Abstand zu konventionellen Produkten muss sichergestellt bleiben. Dafür werden der Markt und die Rechtsprechung sicherlich sorgen (vgl. BGH-Urteil zu Bio-Mineralwasser).

Unabhängige Fachleute definieren die Richtlinien für Bio-Mineralwasser

Die Kriterien wurden von einem Kreis unabhängiger Fachleute erarbeitet. Sie basieren auf aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen und betreffen die sechs Bereiche Nachhaltigkeit, Naturbelassenheit, Mikrobiologie, Chemie, gutes Lebensmittel und transparente Information. Interessierte Brunnen müssen die Kriterien mit Hunderten von Einzeluntersuchungen erfüllen, die zumeist strenger als die gesetzliche Mineralwasserverordnung bzw. sogar komplett neu sind, wie z. B. der Grenzwert für Uran.
Das Qualitätssiegel wird im Namen der Qualitätsgemeinschaft Biomineralwasser e.V. von einer renommierten Bio-Kontrollstelle für jeweils ein Jahr verliehen; die Kontrollstelle kontrolliert regelmäßig die Einhaltung der Kriterien.

Bio-Mineralwasser garantiert Umweltschutz

Mit dem Bio-Mineralwasser-Siegel verpflichten sich teilnehmende Mineralbrunnen in großem Ausmaß zu Umweltschutz, Wasserspar- und Wasserschutzmaßnahmen sowie zur Einhaltung sozialer Standards

Wer Bio-Mineralwasser kauft, unterstützt damit den Schutz unseres wichtigsten Lebensmittels z. B. durch Ökolandbau und trägt dazu bei, dass Mitarbeiter fair behandelt werden. Zudem sensibilisiert das Siegel Branche und Verbraucher für die wichtige Aufgabe, unser Wasser zu schützen.

Bio-Mineralwasser ist Engagement und Transparenz

Mit dem Qualitätssiegel Bio-Mineralwasser können Brunnen sich von der Konkurrenz abheben – aber sind dabei zu großer Transparenz verpflichtet. Denn bislang können nur Labore erkennen, ob ein Mineralwasser wirklich eine hohe Qualität besitzt.
Wir sind der Meinung, dass Konsumenten ein eindeutiges Siegel brauchen mit dem sie herausragende Mineralwasserqualität und nachhaltige Herstellung erkennen können. Und wir kämpfen für Bio-Mineralwasser, weil uns das Thema am Herzen liegt: Wasser ist und bleibt das wichtigste Lebensmittel für uns Menschen, deswegen müssen wir mit vereinten Kräften die Wasserressourcen für heutige und für zukünftige Generationen schützen.

rieser URWASSER
URALT. URGUT.